Die Informationsquelle über Mukoviszidose:
www.mukoviszidose.net
... das Ja zum Leben ...






An dieser Stelle möchten wir Gedichte zum Thema Mukoviszidose veröffentlichen!
Senden Sie uns Ihr Gedicht! Sofern Verfasser und Verfassungsdatum angegeben werden sollen, bitte unbedingt mitteilen!
Ich sende mein Gedicht per Mail zur Veröffentlichung!






Diese Seite wurde am 25. März 2001 angefangen!











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Volker Krengel
27./28. Juni 1977
Mitgeteilt von
M. Kremberg

Lieber Freund, mein Kamerad Stephan Krengel,
D i r steht er zu, ein persönlicher Engel.
Er wird Dir geben, was mir nicht gelungen,
ein Leben, zwar nach dem Leben, aber ungezwungen.
Ohne Krankheit, ohne Kampf  und wunderbar,
so, wie es eigentlich für Dich von mir vorgesehen war.
Mein Sohn, während ich hier sitze kämpfst Du um Dein Leben,
um das, was man Dir vor 20 Jahren hat gegeben.
Mukoviszidose heißt verkürztes Lebensziel,
erwarten darf man also nicht zu viel.
Doch, warum liegst Du jetzt im Sterben,
kannst Deine Schmerzen keinem mehr verbergen?
Dein Leben lang hast schwer Du nur geatmet, täglich inhalliert,
und dabei war Dir klar, wer letztlich doch verliert.
Tabletten schlucken, immer nach dem Essen,
und Laufen, Sport und so dabei vergessen.
Husten, den Schleim ausspucken und mehr,
mein Sohn, Dein Leben war wirklich schwer.
Keiner, auch ich nicht kann Dir das geben,
was jeder sich wünscht, ein langes Leben.
Und doch, Dein Leben hatte einen Sinn zu jeder Zeit,
keiner von uns war alleine, wir waren zu Zweit.
Und solltest Du nun von mir gehen,
auch darin kann man einen Sinn ersehen.
Dein Leiden ist dann zu Ende, und ich
werde mein Leben lang eins nicht vergessen: Dich!
Sei bitte nicht traurig, denk nicht, ich wäre allein,
für mich wirst Du immer bei mir sein.
Und was Du denkst, mir wünschst auf Erden,
mein Sohn, glaube mir, das wird schon werden.
Mach Dir um mich keine Sorgen,
in Gedenken an Dich bin ich immer geborgen.
Das gibt mir die Kraft, weil ich jedem kann sagen:
Du, mit dieser Krankheit hast gelebt, ohne zu klagen.
Und ich mein Sohn, ich werde mich nicht beschweren,
im Gegenteil, werde jeden eines Besseren belehren,
der glaubt, er hätte den Sinn des Lebens verstanden
und die Welt wäre nur für ihn entstanden.
So lebe wohl, mein Sohn, auf ein besseres Leben.
Leider konnte ich Dir kein schöneres geben.
Danke
Habe ich euch schon einmal gesagt,
wie viel ich euch verdanke?

Ich möchte euch danke sagen.
Vieles in meinem Leben wäre
ohne euch nicht möglich gewesen.

Manchmal wart ihr ganz einfach da.
Ihr habt nichts Besonderes getan,
aber nur eure Gegenwart
war oft schon so viel.

Danke für euch.

Wisst ihr eigentlich,
wie viel und wie oft
ihr mir etwas gegeben habt?
Jetzt wenigstens
muss ich es euch sagen.

Die Erinnerung an euch
und an all das, was ich von euch empfange,
hält euch lebendig in mir.



Heike 28-CF

Mitgeteilt von
Hannelore Noorhoff

Wenn die Sonne am Horizont ihren Anfang nimmt,
fängt ein neuer Tag für mich an. All die Gedanken
die ich gestern hatte, all was mich bedrückte ist
in der Nacht dort drüben geblieben.

Der Tag er ist jung, auch heute habe ich noch
CF. Was ich nicht ändern kann, nehme ich an.
Ich huste mich für diesen Tag frei um neue
Taten zu bringen.

Was kommen mag, kann ich nicht sagen, aber ich weiß
eines" Alles was ich mir wünsche und daran glaube
das wird mir erfüllt werden".

So soll es sein.


Spätdiagnose
Überreicht durch lächelnde, höfliche Ärzte
in steriler, wortreicher Verpackung -
der wahre Wert nicht erkennbar -
so erhielt meine Krankheit einen Namen.
Einen Namen,
der 57 Jahre überfällig war,
der mir so lange schon zustand,
der sowieso schon zu mir gehörte,
ungenannt.
Der sich bei meiner Zeugung schon
atemlos, listig, wohlig, uralt und unaufhaltsam
in mir einnistete -
und ganz selbstverständlich
bis heute Verheerungen anrichtete.
Jetzt kenne ich diesen Namen,
es ist unmöglich, ihn zu ignorieren,
ihn in seiner Reichweite, Tragik
und meiner angstmachenden Unwissenheit
zurückzudrängen, ihn fortzuschließen,
ihn zu vergessen.
Dieser Name will genannt sein!
Er schreit nach Beachtung und Anerkennung,
nach Taten.
Es begleitet mich nichts Unfassbares, Unnennbares,
Namenloses mehr,
das mich in eine gekrümmte Haltung zwang
und so lange Jahre schon mein fremder Begleiter war.
Ich habe Mukoviszidose.

Hannelore Noorhoff - 1998



Mitgeteilt von
Hannelore Noorhoff



Wie eine Feder

Wie im Sommerwind
sich eine Feder erhebt,
dem Himmelsblau
entgegenschwebt,
so wünsch ich,
dass mein Atem geht:
So leicht und frei,
so unbeschwert,
so webend, schwebend,
tragend, lang,
so luftdurchtränkt,
ganz ohne Zwang.
Ein Atmen,
an das man kaum mehr denkt,
das frei und tief
sich selber lenkt.
Die Feder senkt sich,
steigt dann wieder.
Mein Atem drückt mich
rasselnd nieder.

Hannelore Noorhoff - 1999

















Mitgeteilt von Virgie Franke
März 2006


DAVID
 

Der allerschlimmste Tag in meinem Leben,

an dem hast du dein Leben „gegeben“!

Der Schmerz darüber ist so groß und tut so weh,

kann nicht begreifen dass ich dich NIE wieder seh.

Es fällt unendlich schwer zu glauben,

wie konnte man dir dein Leben rauben???

Wir hätten alles dafür gemacht,

das du noch bei uns bist 1001 Nacht.

Dein Leben war kurz und doch sehr schön,

die Erinnerung an dich wird nie vergehn.

Du wirst immer haben einen Platz in meinem Herzen,

vielleicht denk ich an dich auch mal ohne Schmerzen.

Du warst ein so guter Mensch- hast viel an andere gedacht,

und ich hoffe wir haben das auch wieder gutgemacht.

Ich frage mich wo du jetzt wohl bist,

und hoffe dass du uns NIEMALS vergisst.

Ach bitte David so komm doch zurück,

du brachtest doch so vielen Menschen Glück.

Ich kann das alles noch gar nicht fassen

Warum musstest du dein Leben lassen???

Du fehlst mir ja so unendlich doll,

DAVID du warst einfach wundervoll.

Wir hatten dich alle so wahnsinnig gern,

doch jetzt bist du weg- für immer fern.

Ohne dich fühl ich mich so allein,

warum kannst du nicht mehr bei mir sein???

Wenn ich an dich denk- deine Fotos seh,

tut mir das im Herzen ganz doll weh.

Als du gegangen bist- ging auch ein Stück von mir,

doch du bist fort und ich bin noch hier.

Die Hochzeit, dein Geburtstag hast du noch mitbekommen,

doch jetzt wurdest du uns einfach weggenommen.

Sag mir was ich tun muss, dass du wieder kommst zu mir,

David, wir alle brauch dich doch – HIER!!!

Es geht uns allen jetzt so schlecht,

dein Tod ist völlig ungerecht.

Ich ertrag das nicht- im Herzen leiden,

komm sofort zurück- nur du kannst es meiden.

Du hast soviel an und für Flo gedacht und gemacht,

dabei soviel Mühe über dich erbracht.

Wussten immer über den anderen Bescheid,

doch jetzt bist du weg- ich allein- bis in die Ewigkeit.

Der Gedanke an ein Leben ohne Dich,

macht mir solche Angst, denn ich vermisse dich.

 

Freitag, 16. September 2005

 

David, ich habe dich so unbeschreiblich wahnsinnig doll lieb und du fehlst mir so schrecklich doll und es tut so weh wenn ich an dich denke. Ich werde dich niemals vergessen, und ich hoffe von Herzen das du jetzt glücklich bist, wo auch immer du bist. Deine dich über alles liebende Schwester

Virgie Franke geb.Rosenthal



21.06.2006
Nina

WIESO?

Tag für Tag muss ich aufstehen
und in die Schule gehen.
Und ich frag mich
WIESO?

Immer werden fiese Sachen gesagt.
Zu mir immer jeden Tag.
Und ich frag mich
WIESO?

Was ist das denn für ein Laden,
wo mir so viele Leute schaden?
Und ich frag mich immer wieder
WIESO?

Kennen die mich überhaupt nicht richtig
oder denken die, ich bin nicht wichtig?
Und wieder frag ich mich
WIESO?

Denken die, ich habe keine Gefühle,
nur weil ich in solchen Sachen oft lüge?
Auch da frag ich mich wieder
WIESO?

Es gibt so viele Kranke in den ganzen Ländern,
da kann man nichts ändern.
Die Frage ist immer
WIESO?

Viele Leute wollen mir helfen,
doch niemand kann es.
Ich frag
WIESO?

Ich habe Freunde, die zu mir stehen
und durch dick und dünn mit mir gehen.
Hab' ich das verdient?
Die Frage ist
WIESO?

Wo ist ein Gegenmittel
oder gibt es ein Wundermittel?
Wurde es schon gefunden
oder ist es immer noch verschwunden?
Es ist halt wie es ist und trotzdem frage ich mich wieder
WIESO?


21.06.2006
Ein Gedicht von meiner verstorbenen Freundin:

 

Gib mir noch ein bisschen Zeit,

Zeit, um meine Träume zu leben.

Gib mir noch ein bisschen Zeit,

Zeit, um anderen Kranken Mut zu machen.

Gib mir noch ein bisschen Zeit,

Zeit, um zu leben,

immer wieder und jeden Tag zu leben.

 

Katharinas Träume hatten keine Chance.

Ihr fehlte die Luft zum Atmen.

 

Katharina, ich vermisse dich.


Nina