Fest zum Benefizlauf
Vom 19.09.2002
red. – Laufen und feiern, damit helfen die Mainzer von Mukoviszidose betroffenen
Menschen. Der Hoffnungslauf, die größte bundesweite Benefiz-Aktion
des Vereins Mukoviszidose, erreicht am Dienstag, 24. September, Mainz. Dazu
ist auf dem Leichhof ab 12 Uhr ein Fest vorgesehen. Von Berlin nach Saarbrücken
ist Mainz das fünfte Etappenziel des rund 900 Kilometer langen Benefizlaufs.
Jeder, der Lust hat, kann das Kernteam der 24 Läuferinnen und Läufer
auf der Strecke (mehr dazu unter www.mukoviszidose-ev.de) begleiten.
Um 13 Uhr begrüßen Ministerpräsident Kurt Beck und Oberbürgermeister
Jens Beutel die Läufer auf dem Leichhof. Dort erwartet die Besucher
Musik, Information und Unterhaltung. Zum Thema informieren betroffene Menschen,
von der Universitätskinderklinik steht Dr. Wolfgang Kamin Rede und Antwort.
Weiter Informationen bietet auch Christiane Gerhardt vom Selbsthilfeverein
Muko aktiv.
Stadt Gießen 31.08.2002
5000 Tombola-Lose warten auf ihre Gewinner
Lions Club Gießen-Burg Gleiberg veranstaltet
mit Förderverein am 7. September das 13. Mukoviszidose Stadtfest
GIESSEN (ok). Mukoviszidose. Dieses Wort
klingt lateinisch und sprachlich elegant. Ist es aber nicht, denn übersetzt
bedeutet die vererbte Stoffwechselerkrankung „zäher Schleim“. Bereits
im Kindesalter verursacht sie schwere Krankheitserscheinungen, von Atemnot
über Lungenentzündungen bis zum Tod.
Am kommenden Samstag, dem 7. September, veranstaltet
der Lions Club Gießen-Burg Gleiberg und der Mukoviszidose Förderverein
das 13. Mukoviszidose Stadtfest, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen.
Von 10 bis 18 Uhr werden in der Löwen- und Katharinengasse unter anderem
Lose für eine Tombola verkauft, mit deren Erlös die Arbeit der
Muko-Ambulanz in der JLU-Kinderklinik unterstützt wird.
„Wir helfen mit! Sie auch?“ steht auf den Losen.
Der Lions Club Gießen-Burg Gleiberg antwortet zum 13. Mal eindeutig.
„Wir machen das gerne wieder für die Mukoviszidose-Hilfe“, sagt Präsidentin
Dr. Ruth Schünemann mit ihren Vereinskollegen Heinz-Peter Fischer (Präsidiumsmitglied),
Regina Schuchard (Past Präsidentin 2001) und Dirk Becker (Pressereferent)
während der Pressekonferenz in der Galeria Horten, zu der zuvor Oliver
Schilling (2. Geschäftsführer) im Namen des Hauptsponsors begrüßte.
5000 Lose sollen im Dreierpack zu je fünf Euro an den Mann oder die
Frau gebracht werden. „Ich kenne Leute, die kommen extra wegen der Tombola
zum Muko-Stadtfest“, fügt die Lions Club-Präsidentin hinzu.
Für Neugierige: Die von Geschäftsleuten
spendierten Preise werden in der kommenden Woche in einem der Horten-Schaufenster
präsentiert. Auf alle Fälle werden am Nachmittag 600 Inlineskater
über die Katharinengasse rollen, die im Rahmen des „Muko-Stern-Skates“
aus Bad Nauheim, Lich und Oberbiel kommend, sich der guten Sache verschrieben
haben.
Ebenfalls für den guten Zweck treten die
Gruppen Second Generation (ab 10 Uhr) und Get Wet (ab 15.30 Uhr) auf. Dazwischen
werden unter anderem die „Germania Spatzen“, der Kinderchor des Gesangvereins
„Germania Großen-Linden“ und die Zauberer Pinetty& Chris samt Zauberlehrling
Christoph ihre Stimmen beziehungsweise Tricks vorführen.
Rund 250000 Euro werden jährlich an Spendengeldern
benötigt, um die angemessene Patientenbetreuung in der Ambulanz der
Kinderklinik sowie eine intensive Forschungsarbeit weiterhin sicherzu- stellen.
In der Ambulanz werden derzeit circa 160 Kinder aus dem Einzugsgebiet sowie
80 weitere Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet versorgt und betreut. Spenden
können auf das Konto des Mukoviszidose Fördervereins Gießen
(Kto. Nr. 51666666, BLZ 51390000, Volksbank Gießen) überwiesen
werden.
Irgendwo zwischen Himmel und Erde
Die hohe Kunst des Kletterns: ESV-Bewohner probieren es mit Bäumen, steilen Anstiegen und sonstigen Unbilden der Umwelt.
Es ist nicht gerade so, dass die kleine Kletter-Gruppe der Evangelischen Stiftung Volmarstein vor Freude die Wand hochgeht. Die körperlich und geistig behinderten Teilnehmer probieren es erst einmal mit Bäumen, steilen Anstiegen und sonstigen Unbilden der Umwelt, die das Leben von Behinderten einschränkt. Der Weg ist das Ziel, das Ziel der Weg.
Wetter-Volmarstein.
Sein geheimer Wunsch? "Irgendwann wollen wir eine Tour mit Rollstuhlfahrern durch die Alpen organisieren", flötet Frank Maihoff, Diplom-Heilpädagoge, fröhlich vor sich hin. Seine Kollegin Christine Heimann nickt selbstbewusst zustimmend. Man muss sich Ziele setzen, das Unmögliche angreifen und sei es halt eine Reise mit Rollstuhlfahrern querfeldein. Denn gerade das ist das Wichtigste für die Teilnehmer der ehrgeizigen Truppe. Es gilt Wege - und vor allem Ängste zu überwinden.
"Alle sind begeistert dabei", freut sich Maihoff. Die Internats-Schüler sollen weggeführt werden aus dem heimeligen, behindertengerechten Schonraum der Volmarsteiner Stiftung hin zum Unbekannten und zu größerer Handlungskompetenz. Dabei steht zweifelsohne der Spaß im Vordergrund, das Gruppenerlebnis, die neuen Erfahrungen. Das merken die neun Heimbewohner mit der Einschränkung uneingeschränkt. "Auch ich kann das" - ein Gefühl, wonach diese Jugendlichen ansonsten dürsten. Zu Unrecht, wie sie im Laufe der Übungen immer wieder am eigenen Leib erfahren.
Vor zehn Jahren kamen Frank Maihoff und Christine Heimann auf die Idee, mit den Bewohnern des Volmarsteiner Oscar-Funcke-Hauses einfach mal einen Baum zu erklettern. Eine Unternehmung, die nunmehr in Fachbüchern unter dem Begriff der erlebnispädagogischen Maßnahmen nachzuschlagen ist.
"Wir üben in einer Turnhalle zum Beispiel mit bestimmten Seilzug-Techniken Rolli-Fahrer anzuheben", so der Diplom-Pädagoge. Alles Handgriffe und Techniken, die später denn auch in der freien Natur angewandt werden. Christine Heimann lieferte das nötige Kletter-Fachwissen, das sie sich in Fortbildungen und Seminaren angeeignet hat. Hebetechniken müssen aber immer wieder angeglichen und erweitert werden, um auf jedwedes Handicap der Jugendlichen optimal eingehen zu können.
Irgendwo zwischen Himmel und Erde dann bekommen die Teilnehmer dieses ganz neue Gefühl. Ein Gefühl, sich auf Seile verlassen zu können, auf die Gruppe und - viel wichtiger - auf sich selbst. Maihoff: "Wir wollen Grenzen ausloten. Diese sind halt höchst unterschiedlich." Das fängt manchmal schon bei der Wiese vor dem Haus an. Unbekanntes Terrain für Rollstuhlfahrer.
Fürwahr geht es in Volmarstein demnach nicht um Hochleistungssport. Das mögen aber auch nur hartnäckig Unaufgeklärte denken. Denn für Teenager, die an Mukoviszidose leiden, einer Krankheit, bei der die Muskelkraft unaufhaltsam abnimmt, wird ein leichter Berganstieg zur körperlichen Höchstanforderung - schlichtweg die hohe Kunst des Klimmens.
"Natürlich sind aber auch uns Grenzen gesetzt", gesteht Maihoff. Doch die haben größtenteils nur finanziellen Bestand. Der Materialverschleiß ist enorm, zudem fehlt es an Spezialzubehör. Frank Maihoff: "Und dann ist da ja noch dieser nicht ganz billige Traum, erstmals mit Rollstuhlfahrern durch die Alpen zu touren."
29.08.2002
Benefiz-Lauf gegen Mukoviszidose
13.08.2002
Saarbrücken (fff). "Schritt für Schritt gegen Mukoviszidose", so lautet das Motto eines ganz besonderen Laufes, der von Berlin aus nach Saarbrücken führen wird. Ein "Hoffnungslauf" soll es sein, der auf die am häufigsten vererbte Stoffwechselkrankheit in Deutschland aufmerksam macht: auf Mukoviszidose.
Diese Erkrankung führt dazu, dass zäher Schleim vor allem die Lunge, die Bauchspeicheldrüse und die Leber verstopft. Der Schleim in der Lunge bildet einen Nährboden für Bakterien. Diese verursachen Entzündungen und zerstören langfristig das Lungengewebe. Die einzige Hoffnung im Kampf gegen die noch unheilbare Krankheit heißt Forschung. Um das Werben um Unterstützung für Forschungsprojekte, Information, aber auch das gemeinsame Feiern, darum soll es beim Hoffnungslauf gehen. Los geht es für die 20 Läufer des Kernteams, das die ganze Strecke zurücklegen möchte, am 19. September in Berlin. Am 25. und 26. September werden sie dann in Homburg und Saarbrücken Station machen.
Laufvereine, Sportgruppen, Schulklassen und alle Interessierten werden aufgefordert, sich den Läufern für ein paar Kilometer anzuschließen. Damit können sie ihre Verbundenheit mit den erkrankten Menschen zeigen. Außerdem können die Teilnehmer die Forschungsprojekte auch finanziell unterstützen, indem sie Sponsoren suchen, die für jeden zurückgelegten Kilometer etwas zahlen.
Neben dem Lauf finden entlang der Strecke auch
acht "Feste der Hoffnung" statt. So gibt es am 25. September ab 20 Uhr im
Homburger Siebenpfeifferhaus ein Benefizkonzert mit Marcel Adam. Am 26.
September startet um 12.30 Uhr ein Fest auf dem St. Johanner Markt. Hier
gibt es die Möglichkeit, sich über Mukoviszidose zu informieren
und Betroffene kennen zu lernen. Außerdem wird neben verschiedenen
Bands auch der Liedermacher Eddi Zauberfinger für Stimmung - vor allem
bei den kleinen Gästen - sorgen. Schon vor der Ankunft der Hoffnungsläufer
lädt die Gruppe Saar-Pfalz des Mukoviszidose e.V. zum gemeinsamen Feiern
ein. So gibt es am 21. September um 20 Uhr einen Gospelabend in der Saarbrücker
Johanneskirche. Auch Lachen ist erwünscht: Denn am 27. September ist
das Homburger Frauenkabarett bei einer Benefizveranstaltung für Mukoviszidose-Erkrankte
auf dem Saarbrücker Halberg zu sehen.
Nähere Infos rund um den Hoffnungslauf gibt
es unter www.muko-saar.de oder telefonisch bei Susanne Pfeiffer-Auler: Tel.
(0681) 398055.